Wann sitzen wir wieder auf Dächern, trinken billigen Fusel, den wir uns nur mit Schraubverschluss gekauft haben, weil wir keine Flaschenöffner in unseren Flohmarkthandtaschen herumtragen? Wann schauen wir wieder über die Dächer dieser Kleinstadt, lassen uns on Werbetafeln anschreien und von Lichtern ertränken, reden über unser kurzes Leben und von der großen Welt, unserer Welt, die so klein ist und garnicht weit. Wir könnten uns vorstellen wie wir von Haus zu Haus springen, als wären wir Superhelden und könnten die Sternschnuppen einfangen, die wir seit Anbruch dieser schwül erhitzten Nacht zählen. Unsere geruschten Backen wären heiß vom Alkohol und wir würden sie an der, zur Hälfte geleerten, Flasche kühlen. Wir könnten uns auf die dreckigen Wolldecken setzen und Polaroids schießen, die Geschichten beinhalten, und Emotionen, und Geheimnisse. Es wäre eine Nacht voller Gespräche und Freundschaft, unvergesslich. Wir würden den Sommer ausklingen lassen und uns vielleicht mit unseren großen Plänen übernehmen. Aber das wäre uns egal, weil wir jung und wild sind, weil wir Träume und Ziele haben, weil wir leben wollen und können, sobald wir unser Abi haben. Denn wir stellen fest es gibt immer eine Zeit danach. Wir würden immer leider murmeln, uns vornehmen nicht einzuschlafen, um den feuchten, kühlen Sonnenaufgang mitzuerleben und ihn in einen Song fassen. Vertonen könnten wir ihn nie, weil wir mehr als unmusikalisch sind. Aber das ist nicht wichtig. Genau wie alles andere, hier, auf dem Dach, im Sommer, nachts. Es würde schön sein.
(via tumblr)


Echt gut der Text ! *thumbs up*
schööön!! mehr davon
mfg,
juli