„Gut, danke.“

„Hi, wie geht’s?“

Wie oft bekommt man diesen Satz zu hören. 5x, 10x oder 20x am Tag? Und immer wieder aufs Neue gibt man ein und die selbe Antwort. „Gut, danke.“

Und ernst, nein, ernst meint man es nicht. Genauso wenig, wie es die Leute ernst meinen, die diese Frage 5x, 10x oder sogar 20x am Tag stellen.

Da ist man am Boden zerstört, möchte reden, möchte weinen und jedem „Nein, mir geht es scheiße, verdammt!“ entgegen schreien. Aber wer möchte das hören? Etwa die Leute die fragen? Die, die nach dem Befinden fragen, nach der seelischen Zufriedenheit? Nein, die am wenigsten. Die drücken dann vielleicht mal ein „Oh, schade, aber weißt du was ich heute…“ ab.

Doch kommt dann mal jemand, der sich erbarmt, sich fremde Gefühlskotze anzuhören, dann ist es jemand, der weg ist. Richtig weg. Unerreichbar für den Moment. Geographisch gesehen.

Das war’s dann meistens auch mit einer Umarmung, einem festen Drücken, einem Liebhalten und schaukeln mit „Das wird schon wieder…“ gratis.

Und letztendlich steht man doch wieder alleine da und murmelt „Gut, danke.“

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Eine Antwort zu “„Gut, danke.“

  1. Sehen Sie, Benutzerkollegin, mir persönlich geht es immer schlecht und ich sage das auch so. Meistens sag ich „wie immer, mies“. Auch ein „schlechter als Ihnen“ wird immer gern genommen. Ehrlichkeit hält einem diese gutgelaunten Frauenzimmer vom Hals. Das ist was wert.

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