Wir sind die wahren Länder

Wir sterben. Wir sterben reich an Liebhabern und an Völkern, an Säften, die wir genossen haben, an Körpern, in die wir eingedrungen sind und die wir durchschwommen haben wie Flüsse. Wir sterben reich an Ängsten, in denen wir uns versteckt hielten wie in dieser verfluchten Höhle. Ich möchte von all dem Spuren auf meinem Körper. Wir sind die wahren Länder, nicht die Grenzen auf den Karten, mit den Namen mächtiger Männer. Ich weiß Du wirst kommen und mich hinaustragen in den Palast der Winde. Mehr habe ich mir nicht gewünscht als mit Dir an einem solchen Ort herumzulaufen, mit Freunden, auf einer Erde ohne Landkarten. Die Lampe ist ausgegangen. Ich schreibe weiter, im Dunkeln.

Michael Ondaatje – Der Englische Patient

 

 

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